Der Trick mit dem Gefrierfach, der Kerzen doppelt so lange brennen lässt

Der Trick mit dem Gefrierfach, der Kerzen doppelt so lange brennen lässt

Kerzen schaffen eine warme, gemütliche Atmosphäre in jedem Raum und werden besonders gerne in den Wintermonaten oder bei besonderen Anlässen verwendet. Doch häufig brennen sie schneller ab als gewünscht, was sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt belastet. Ein einfacher Trick aus dem Haushalt verspricht Abhilfe und lässt Kerzen deutlich länger leuchten. Die Lösung liegt überraschenderweise im Gefrierfach, wo eine kurze Behandlung die Brenneigenschaften nachhaltig verbessern kann. Diese Methode erfordert weder besondere Kenntnisse noch teure Hilfsmittel und lässt sich problemlos in den Alltag integrieren.

Vorbereitung des notwendigen Materials

Was wird benötigt

Für diesen einfachen Trick benötigt man lediglich wenige Grundmaterialien, die in jedem Haushalt vorhanden sind. Die wichtigsten Utensilien umfassen:

  • Neue oder bereits angebrannte Kerzen beliebiger Größe
  • Ein funktionierendes Gefrierfach mit ausreichend Platz
  • Gefrierbeutel oder Frischhaltefolie zum Schutz
  • Ein sauberes, trockenes Tuch

Auswahl der richtigen Kerzen

Grundsätzlich funktioniert diese Methode mit allen Arten von Wachskerzen, unabhängig von ihrer Form oder Größe. Besonders effektiv zeigt sich der Trick bei Stumpenkerzen, Tafelkerzen und klassischen Haushaltskerzen. Auch Duftkerzen profitieren von der Behandlung, wobei darauf geachtet werden sollte, dass sie gut verschlossen werden, um Geruchsübertragungen im Gefrierfach zu vermeiden. Teelichter in Aluminiumhülsen eignen sich ebenfalls, benötigen jedoch eine kürzere Gefrierzeit aufgrund ihrer geringen Größe.

Vorbereitung der Kerzen

Bevor die Kerzen ins Gefrierfach wandern, sollten sie gründlich von Staub und Schmutz befreit werden. Mit einem trockenen Tuch lassen sich Verunreinigungen leicht entfernen. Bereits verwendete Kerzen sollten einen gekürzten Docht aufweisen, idealerweise auf etwa einen halben Zentimeter. Das Einwickeln in Frischhaltefolie oder das Verstauen in einem Gefrierbeutel schützt vor Gefrierbrand und verhindert, dass sich Gerüche von Lebensmitteln auf dem Wachs festsetzen. Diese Vorbereitung stellt sicher, dass die Kerzen optimal von der Kältebehandlung profitieren können. Die richtige Vorbereitung bildet die Grundlage für den Erfolg dieser Methode und führt direkt zur eigentlichen Funktionsweise des Gefrierfach-Tricks.

Warum der Gefrierfachgang die Brenndauer erhöht

Die physikalischen Grundlagen

Der Trick basiert auf den physikalischen Eigenschaften von Wachs bei unterschiedlichen Temperaturen. Wachs besteht aus langkettigen Kohlenwasserstoffmolekülen, die bei Kälteeinwirkung ihre Struktur verändern. Im Gefrierfach verdichtet sich das Wachs, wodurch es härter und kompakter wird. Diese Verdichtung führt dazu, dass die Kerze beim späteren Abbrennen langsamer schmilzt, da das Wachs eine festere Konsistenz aufweist und mehr Energie benötigt, um in den flüssigen Zustand überzugehen.

Der Effekt auf den Docht

Auch der Docht profitiert von der Kältebehandlung. Durch das Gefrieren wird die Wachsimprägnierung im Docht gefestigt, was zu einem gleichmäßigeren Abbrand führt. Ein gehärteter Docht brennt kontrollierter und verhindert das übermäßige Abtropfen von flüssigem Wachs, das bei herkömmlichen Kerzen häufig zu Materialverlust führt. Die Flamme bleibt stabiler und brennt mit gleichbleibender Intensität.

Messbare Verlängerung der Brenndauer

Verschiedene Haushaltstests haben gezeigt, dass gefrorene Kerzen tatsächlich deutlich länger brennen als unbehandelte Exemplare. Die folgende Tabelle zeigt durchschnittliche Werte:

KerzentypNormale BrenndauerNach GefrierbehandlungVerlängerung
Stumpenkerze (10 cm)8 Stunden14-16 Stunden75-100%
Tafelkerze (25 cm)6 Stunden10-11 Stunden67-83%
Teelicht3 Stunden4-5 Stunden33-67%

Diese beeindruckenden Ergebnisse zeigen, dass sich die Brenndauer je nach Kerzentyp um 30 bis 100 Prozent verlängern lässt. Die Wirkung ist bei größeren Kerzen besonders ausgeprägt, da sie mehr Wachsmasse enthalten, die von der Verdichtung profitiert. Neben der längeren Brenndauer ergeben sich aus dieser Methode weitere positive Aspekte, die sowohl die Umwelt als auch den eigenen Haushalt betreffen.

Die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile des Verfahrens

Einsparung von Ressourcen

Durch die verlängerte Brenndauer werden weniger Kerzen benötigt, was direkt zu einem reduzierten Verbrauch führt. Dies bedeutet weniger Produktion, weniger Transport und letztlich einen geringeren ökologischen Fußabdruck. Besonders bei Kerzen aus Paraffin, einem Erdölprodukt, trägt jede eingesparte Kerze zur Schonung fossiler Ressourcen bei. Auch bei Kerzen aus Bienenwachs oder pflanzlichen Wachsen schont die Methode natürliche Ressourcen.

Finanzielle Vorteile

Die Kostenersparnis ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Wer regelmäßig Kerzen verwendet, kann durch diesen einfachen Trick merklich Geld sparen:

  • Bei einem durchschnittlichen Kerzenverbrauch von 20 Kerzen pro Jahr lassen sich etwa 8-10 Kerzen einsparen
  • Dies entspricht einer Ersparnis von 15 bis 30 Euro jährlich, je nach Kerzenqualität
  • Über mehrere Jahre summiert sich dieser Betrag erheblich
  • Besonders bei hochwertigen Duft- oder Designerkerzen fällt die Einsparung deutlich höher aus

Reduzierung von Abfall

Weniger verbrauchte Kerzen bedeuten auch weniger Verpackungsmüll und Kerzenstummel, die entsorgt werden müssen. Dies trägt zur Abfallvermeidung bei und unterstützt einen nachhaltigeren Lebensstil. Zudem verringert sich die Menge an Restmüll, da Kerzenreste oft nicht recycelbar sind und verbrannt werden müssen. Diese vielfältigen Vorteile machen die Methode besonders attraktiv, doch für optimale Resultate ist die richtige Anwendung entscheidend.

Wie man für optimale Ergebnisse vorgeht

Die richtige Gefrierdauer

Die optimale Zeit im Gefrierfach hängt von der Größe und Dicke der Kerze ab. Als Faustregel gilt:

  • Teelichter und dünne Kerzen: 2-3 Stunden
  • Tafelkerzen mittlerer Dicke: 4-6 Stunden
  • Dicke Stumpenkerzen: 8-12 Stunden oder über Nacht
  • Große Duftkerzen in Gläsern: 12-24 Stunden

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Für beste Ergebnisse sollte folgendermaßen vorgegangen werden. Zunächst werden die Kerzen wie beschrieben gereinigt und in Frischhaltefolie oder einen Gefrierbeutel verpackt. Anschließend werden sie flach ins Gefrierfach gelegt, wobei darauf zu achten ist, dass sie nicht von schweren Gegenständen erdrückt werden. Nach der empfohlenen Gefrierzeit werden die Kerzen herausgenommen und etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisiert, bevor sie angezündet werden. Dieser Schritt verhindert Risse durch zu schnelle Temperaturänderungen.

Wiederholung der Behandlung

Die Gefrierbehandlung kann bei Bedarf wiederholt werden. Besonders bei Kerzen, die bereits teilweise abgebrannt sind, lohnt sich eine erneute Behandlung. Dies verdichtet das verbliebene Wachs zusätzlich und verlängert die restliche Brenndauer nochmals. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Docht vor jedem Gefriervorgang auf die richtige Länge gekürzt wird. Bei aller Effektivität dieser Methode dürfen wichtige Sicherheitsaspekte nicht außer Acht gelassen werden.

Vorsichtsmaßnahmen, um die Sicherheit zu gewährleisten

Umgang mit gefrorenen Kerzen

Gefrorene Kerzen sind empfindlicher gegenüber mechanischer Belastung als Kerzen bei Raumtemperatur. Das verhärtete Wachs kann bei Druck oder Stößen leichter brechen oder Risse bekommen. Daher sollten die Kerzen nach dem Herausnehmen aus dem Gefrierfach vorsichtig behandelt und nicht sofort gebogen oder belastet werden. Die Akklimatisierungsphase bei Raumtemperatur ist wichtig, damit das Wachs seine normale Flexibilität zurückgewinnt.

Brandschutzhinweise

Auch wenn die Kerzen länger brennen, gelten die üblichen Brandschutzregeln unverändert:

  • Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen
  • Ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien einhalten
  • Kerzen auf feuerfesten Unterlagen platzieren
  • Zugluft vermeiden, um ein gleichmäßiges Abbrennen zu gewährleisten
  • Kerzen außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen

Lagerung im Gefrierfach

Bei der Aufbewahrung im Gefrierfach sollte darauf geachtet werden, dass die Kerzen gut verpackt sind und keinen Kontakt zu Lebensmitteln haben. Obwohl Wachs ungiftig ist, können Gerüche übertragen werden. Zudem sollte das Gefrierfach nicht überfüllt werden, damit die Luftzirkulation gewährleistet bleibt und die Kühlleistung nicht beeinträchtigt wird. Viele Menschen haben zusätzliche Fragen zu dieser Methode, die im Folgenden beantwortet werden.

Häufig gestellte Fragen und zusätzliche Tipps

Funktioniert die Methode bei allen Wachsarten

Der Trick funktioniert am besten bei Paraffinkerzen, die den größten Teil der handelsüblichen Kerzen ausmachen. Auch bei Bienenwachskerzen zeigt sich ein positiver Effekt, allerdings etwas weniger ausgeprägt, da Bienenwachs von Natur aus bereits eine härtere Konsistenz aufweist. Bei Sojawachskerzen ist die Wirkung ebenfalls vorhanden, aber geringer als bei Paraffin. Stearin-Kerzen profitieren gut von der Behandlung, da dieses Material ähnlich auf Kälte reagiert wie Paraffin.

Kann man Kerzen zu lange einfrieren

Grundsätzlich schadet längeres Einfrieren nicht, allerdings bringt es nach einer gewissen Zeit auch keinen zusätzlichen Nutzen mehr. Nach etwa 24 Stunden ist die maximale Verdichtung erreicht, längere Zeiten verändern die Struktur nicht weiter. Manche Menschen bewahren ihre Kerzen dauerhaft im Gefrierfach auf und entnehmen sie nur bei Bedarf, was ebenfalls möglich ist.

Weitere praktische Tipps

Für noch bessere Ergebnisse können folgende zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden:

  • Den Docht vor jedem Anzünden auf 0,5 cm kürzen für optimalen Abbrand
  • Die erste Brennphase mindestens 2 Stunden dauern lassen, damit sich ein gleichmäßiger Wachspool bildet
  • Kerzen in einem kühlen Raum aufbewahren, um die Härte zu erhalten
  • Bei Duftkerzen die Oberfläche vor dem Einfrieren glätten

Kombination mit anderen Methoden

Der Gefrierfach-Trick lässt sich gut mit anderen Maßnahmen kombinieren. Das Kürzen des Dochts auf die richtige Länge und das Vermeiden von Zugluft beim Brennen verstärken den Effekt zusätzlich. Auch die Verwendung von Kerzenuntersetzern, die die Wärme reflektieren, kann die Brenndauer weiter optimieren.

Der einfache Trick mit dem Gefrierfach erweist sich als wirksame Methode, um die Brenndauer von Kerzen erheblich zu verlängern. Durch die Verdichtung des Wachses bei niedrigen Temperaturen brennen die Kerzen langsamer und gleichmäßiger ab. Dies schont nicht nur den Geldbeutel, sondern trägt auch zum Umweltschutz bei, indem weniger Kerzen verbraucht und weniger Abfall produziert werden. Die Anwendung ist denkbar einfach und erfordert lediglich etwas Vorlaufzeit im Gefrierfach. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen und der optimalen Vorbereitung lässt sich dieser Haushaltstrick problemlos in den Alltag integrieren und sorgt für länger anhaltende, gemütliche Lichtstimmung.

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