So einfach, so cremig: Dieser Kartoffel-Käse-Eintopf mit Mettenden wird dein neues Lieblingsrezept

So einfach, so cremig: Dieser Kartoffel-Käse-Eintopf mit Mettenden wird dein neues Lieblingsrezept

In deutschen Küchen erlebt der Kartoffel-Käse-Eintopf mit Mettenden derzeit ein beeindruckendes Comeback. Während die traditionelle Hausmannskost lange als altmodisch galt, entdecken nun immer mehr Hobbyköche die unschlagbaren Vorzüge dieses herzhaften Gerichts. Die Kombination aus cremigen Kartoffeln, würzigem Schmelzkäse und deftigen Mettenden (geräucherte Würstchen aus Schweinefleisch) schafft ein Geschmackserlebnis, das Generationen verbindet. Besonders an kühlen Herbst- und Wintertagen entfaltet dieser Eintopf seine volle Kraft: Er wärmt von innen, macht satt und glücklich zugleich. Die Zubereitung erfordert weder ausgefallene Zutaten noch komplizierte Techniken – ein klarer Beweis dafür, dass gute Küche nicht kompliziert sein muss. Mit wenigen Handgriffen und einer Kochzeit von knapp einer Stunde steht ein vollwertiges Familienessen auf dem Tisch, das selbst kritische Esser begeistert.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Zutaten

Beginne damit, die Kartoffeln gründlich unter fließendem Wasser zu waschen. Schäle sie anschließend mit einem Sparschäler (Werkzeug zum Entfernen der Schale) und schneide sie in mundgerechte Würfel von etwa zwei Zentimetern Kantenlänge. Diese Größe ist ideal, da die Kartoffelstücke so gleichmäßig garen und später perfekt auf den Löffel passen. Schäle nun die Zwiebeln und hacke sie fein – je kleiner die Zwiebelstücke, desto besser verteilen sie sich später im Eintopf und geben ihr Aroma ab. Schneide die Mettenden in etwa ein Zentimeter dicke Scheiben. Falls die Würstchen eine Pelle haben, kannst du diese vor dem Schneiden entfernen, das ist aber nicht zwingend nötig.

2. Anbraten der Grundzutaten

Erhitze einen großen Topf bei mittlerer Hitze und gib die Butter hinein. Warte, bis sie vollständig geschmolzen ist und leicht zu schäumen beginnt – das zeigt dir, dass die richtige Temperatur erreicht ist. Gib nun die fein gehackten Zwiebeln in den Topf und brate sie unter regelmäßigem Rühren etwa drei bis vier Minuten an, bis sie glasig werden. Glasig bedeutet, dass die Zwiebeln durchscheinend aussehen und weich werden, ohne braune Farbe anzunehmen. Füge die Mettwurstscheiben hinzu und brate sie weitere zwei Minuten mit an. Die Würstchen sollten an den Rändern leicht Farbe bekommen und ihren würzigen Duft entfalten.

3. Mehlschwitze herstellen

Streue das Mehl über die Zwiebel-Wurst-Mischung und rühre sofort kräftig um. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich keine Klümpchen bilden. Brate das Mehl etwa eine Minute lang mit an – es sollte leicht golden werden und einen nussigen Duft entwickeln. Diese Technik nennt man Mehlschwitze (Roux, eine Mischung aus Fett und Mehl zum Andicken). Sie sorgt später dafür, dass dein Eintopf eine schöne, sämige Konsistenz bekommt. Gieße nun langsam die Gemüsebrühe unter ständigem Rühren hinzu. Beginne mit etwa einem Viertel der Flüssigkeit und rühre gut, bis sich das Mehl vollständig aufgelöst hat, bevor du die restliche Brühe hinzugibst.

4. Kartoffeln garen

Gib die gewürfelten Kartoffeln in den Topf und rühre alles gut durch. Bringe die Flüssigkeit zum Kochen und reduziere dann die Hitze, sodass der Eintopf nur noch leicht vor sich hin köchelt (sanftes Sieden mit kleinen Bläschen). Lege einen Deckel auf den Topf, aber lasse einen kleinen Spalt offen, damit Dampf entweichen kann. Lasse die Kartoffeln nun etwa 20 bis 25 Minuten garen. Rühre gelegentlich um, damit nichts am Boden ansetzt. Die Kartoffeln sind fertig, wenn du sie leicht mit einer Gabel einstechen kannst und sie dabei fast von selbst zerfallen. Genau diese Konsistenz wollen wir erreichen, denn sie macht den Eintopf später besonders cremig.

5. Käse und Sahne einarbeiten

Reduziere die Hitze auf die niedrigste Stufe. Schneide den Schmelzkäse in kleine Würfel – so schmilzt er schneller und gleichmäßiger. Gib die Käsewürfel in den Topf und rühre behutsam, bis sie vollständig geschmolzen sind. Der Käse verbindet sich mit der Brühe und den Kartoffeln zu einer wunderbar cremigen Sauce. Gieße nun die Sahne hinzu und rühre sie gut unter. Achte darauf, dass der Eintopf nicht mehr kocht, sobald die Sahne drin ist, sonst könnte sie ausflocken (sich in Fett und Eiweiß trennen). Lasse alles noch etwa fünf Minuten bei sehr niedriger Hitze ziehen, damit sich die Aromen verbinden können.

6. Würzen und abschmecken

Jetzt kommt der wichtigste Schritt für den perfekten Geschmack: das Würzen. Gib das Paprikapulver hinzu – es verleiht dem Eintopf eine leicht süßliche Note und eine schöne rötliche Farbe. Reibe etwas frische Muskatnuss direkt über den Topf, etwa eine kleine Prise. Muskatnuss harmoniert hervorragend mit Kartoffeln und Käse. Schmecke den Eintopf nun mit Salz und Pfeffer ab. Beginne vorsichtig mit dem Salz, da die Gemüsebrühe und die Mettenden bereits Salz enthalten. Rühre nach jeder Zugabe um und probiere, bis der Geschmack perfekt ausbalanciert ist. Streue zum Schluss die getrocknete Petersilie darüber und rühre sie unter. Lasse den Eintopf noch zwei bis drei Minuten ruhen, bevor du ihn servierst – so können sich alle Aromen optimal entfalten.

Elena

Tipp vom Chefkoch

Für eine noch cremigere Konsistenz kannst du etwa ein Drittel der gegarten Kartoffeln mit einer Gabel grob zerdrücken, bevor du Käse und Sahne hinzugibst. Die zerdrückten Kartoffelstücke binden die Flüssigkeit zusätzlich und machen den Eintopf herrlich sämig. Falls du den Eintopf am nächsten Tag aufwärmst, füge etwas zusätzliche Brühe oder Milch hinzu, da die Kartoffeln über Nacht noch Flüssigkeit aufnehmen. Der Eintopf schmeckt übrigens am zweiten Tag oft noch besser, weil die Aromen Zeit hatten, sich zu verbinden. Bewahre ihn im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter auf – so hält er sich problemlos drei Tage.

Passende Getränke zum herzhaften Eintopf

Zu diesem deftigen Kartoffel-Käse-Eintopf empfiehlt sich ein halbtrockener Riesling aus deutschen Anbaugebieten. Die fruchtige Säure des Weins bildet einen erfrischenden Kontrast zur Cremigkeit des Gerichts und schneidet durch die Fülle des Käses. Alternativ passt ein Schwarzbier hervorragend – seine malzigen, leicht röstigen Noten harmonieren wunderbar mit den geräucherten Mettenden. Für Nicht-Alkohol-Trinker ist ein Apfelschorle mit hohem Apfelsaftanteil eine ausgezeichnete Wahl, die ebenfalls durch ihre Fruchtsäure das reichhaltige Gericht ausgleicht. An besonders kalten Tagen rundet ein Kräutertee mit Thymian und Salbei das Geschmackserlebnis ab und unterstützt die Verdauung.

Zusätzliche Info

Der Kartoffel-Käse-Eintopf mit Mettenden ist tief in der deutschen Küchentradition verwurzelt und vereint mehrere kulinarische Strömungen. Während Kartoffeleintöpfe seit dem 18. Jahrhundert zur Grundversorgung der Bevölkerung gehörten, kamen Schmelzkäsesorten erst im frühen 20. Jahrhundert auf. Die Kombination mit Mettenden – einer Spezialität, die besonders in Norddeutschland beliebt ist – entstand vermutlich in der Nachkriegszeit, als nahrhafte und sättigende Gerichte gefragt waren. Mettenden sind geräucherte, vorgegarte Würstchen aus Schweinefleisch, die ihren Namen vom niederdeutschen Wort für Schweinefleisch ableiten. Heute erlebt dieses Gericht eine Renaissance als Soulfood (Essen, das emotional tröstet und Geborgenheit vermittelt). In vielen Regionen Deutschlands existieren lokale Varianten: Manche fügen Lauch hinzu, andere schwören auf einen Schuss Weißwein in der Brühe. Die Grundidee bleibt jedoch immer gleich – einfache, ehrliche Zutaten ergeben ein Gericht, das mehr ist als die Summe seiner Teile.

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